( 5 ) prekäre Situationen zu – atme … atme und tanz‘ um Dein Leben

Sandra-Acryl-Öl

Heute gehe ich entschlossen an meine kleine Geschichte heran – die mein Leben völlig aus der Bahn warf … diese auch kontinuierlich fortzusetzen – Ich befinde mich plötzlich auf steinigen Wegen – die so nicht erwünscht wären – mir jedoch nicht fremd in ihrer Zeitlinie in Erscheinung treten … nur so rigoros anders – harte kantige Linien … fehlende Wegweiser … Gefühlsverluste … WAS IST LIEBE? mit dieser Frage würde ich einer Denk- und Wortbremse verfallen –

mein vorletzter Beitrag definiert diese dunkle Substanz des Herzen – die sich wie ein schwarzer Ring um mein Herz geschlungen hat …

der 5. Teil zu

Meine Kleine Geschichte  – Mein Neues Leben

… In der Uni Klinik zu Göttingen bereits angekommen (wie im Teil 4 beschrieben) … begann meine Klinik-Odyssee – eine unwiderufliche Entscheidung … mich in die Hände der Herz- und Gefäß -Spezialisten zu den bevorstehenden OP’s anzuvertrauen –

Es wurde einige Tage in der Neurologie beraten … wer nun die fachärztliche Kompetenz besitzt … ein fingerdickes Stentimplantat  (netzüberzogenes Metallröhrchen) an der linken Halsseite an einer prekären Stelle der Carotisgabel einzusetzen? Auszuführen mit einem Schnitt an der linken oder rechten Leiste … es wird ein Katheter bis zu der hochgradig verengten Vene eingeführt (Ballondillatation)- – – Höchste Präzision und Fachwissen war die Voraussetzung – da dieser Eingriff routinemäßig in einer Stunde durchführbar wäre – Es meldete sich ein Neurologe – Ich empfand es höchst verwunderlich … das sich der auszuführende Operateur bei mir am Abend davor  (wie feststehend üblich) zur Aufklärung nicht vorstellte  – eine Überraschung nach der anderen sollte ab jetzt folgen –

Mir waren Herz-Katheter Untersuchungen nicht unbekannt … entspannt gelassen sah ich diesem Eingriff entgegen … meine Tochter war für 2 Tage angereist … wir praktizierten gemeinsam Atem- und Entspannungsübungen … die in er Yoga-Kunst angewandt werden – um eventuelle Panikattaken zu vermeiden – Ausstreich Massagen am Rücken und Schulter… gezielte Fußreflexzonen Massage … eine Vorbereitung zu den bevorstehenden OP’s … die mein Körper in höchster Form aufnahm und sich Kraftreserven bereit hielt … Das Eingriffsdatum stand letztendlich fest – es war ein Mittwoch der 3. Oktober –  – zwei Tage nachdem meine Tochter in Richtung Heimatstadt ihre Rückreise antreten musste …Wir hatten vorsorglich eine Patientenverfügung nach meinen persönlichen Wunschvorstellungen bereit liegen … falls bei dieser Geschichte etwas schief laufen sollte

(Eine Patientenverfügung ist eine Willenserklärung einer Person für den Fall, dass sie ihren Willen nicht mehr (wirksam) erklären kann. Sie bezieht sich auf medizinische Maßnahmen wie ärztliche Heileingriffe und steht meist im Zusammenhang mit der Verweigerung lebensverlängernder Maßnahmen.) Patientenverfügung – Wikipedia

die 1. OP …  am 3. Oktober …( der Termin der Haupt OP am offenen Herzen wurde bereits  6 Tage später – am 8. Oktober festgelegt )   – denn ohne die erste OP wären keine folgenden OP’s möglich (Herz und Beinvene)

Diese Nacht verbrachte ich sehr unruhig und lag schweißgebadet auf meinem Nachtlager – hahaha – und ich wollte es so einfach *easy* wegstecken – das Pflegegeschwader erschien pünktlich um 6 Uhr morgens – legten mir das Engelshemd und die Medikamente – die ich vor dem Eingriff einnehmen sollte – auf mein rollendes  Beistellschränkchen … Es wurde Mittag … es wurde Nachmittag … mein Magen spielte einen lauten Radecki Marsch … und der meiner Tochter Barbara auch… sie wich nicht von meiner Seite – bis nach dem Eingriff – denn ihr waren die Risikofaktoren bekannt

wer sagt’s denn … der Magen gab endlich Ruhe … aber mein Körper bebte leicht … mir war kalt und an Selbstdisziplin war nicht zu denken –

Die Zimmertüre wurde mit einen Ruck geöffnet … ich erschrak jedes Mal mit rasendem  Puls … wenn es überlaut klopfte – und die Türe mit Karacho aufgerissen wurde… ist wohl so üblich beim Pflegepersonal mit Dampf und Gloria das Krankenzimmer zu betreten — zumindest bei einigen Schwestern im Pflegeteam  ….. ein junger Pfleger rief meinen Namen: sind sie Frrrrrau G ? dann nehme ich sie jetzt mit … Ups …

die OP Räume befanden sich im Keller des Klinikum Objektes… weshalb auch immer sehr enge Gänge – es passten kaum zwei Betten in die Breite des Ganges … alle Türen zu den OP Räumen waren mit Schiebetüren versehen … ich kam mir vor … als wären es mhmhmhmhm Katakomben Zellen 😉 Ich wurde in den für mich vorgesehenen Raum geschoben – der relativ großraumig erschien – durch Neonlicht hell freundlich reflektierte –  der mit großen Monitoren und beweglichen Kameras ausgestattet war –

Zwei Schwestern schoben mich vom Bett auf eine OP Liege – die Vorbereitungen zum Eingriff wurden nach den strengsten Hygienevorschriften durchgeführt … bevor der Operateur den Raum betrat – Abdeckmaterial – verschiedene Folien – Spritz- und OP Bestecke – noch schnell eine Iscover (Blutverdünner) in den Mund geschoben bekommen – beide Arme und der Kopf wurden fixiert – ich war tatsächlich die Ruhe selbst … ein kurzes Aufklärungs-Gespräch über die Risiken die sich während der OP ergeben könnten – wenn ich nur jeweils die Lippen – Mund – Augen – oder durch Speichelschlucken Bewegungen während des Eingriffs vornehmen sollte – flach Atmen – nicht Husten nicht Sprechen … bestünde keinerlei Gewährleistung … das Stentimplantat präzise zu plazieren – Hallelujah hartgesottene Regeln … gehörte ich zu den Ausnahmefällen?

es war soweit … es ging los … zu beiden Seiten wurde ich vom weiblichen OP Personal opserviert … zumal auch Kontrastmittel unerwartete oder unerwünschte Auswirkungen auf den Kreislauf ausüben könnten

…ups …. OMG nicht Schlucken wie soll das gehen ? – da fiel mir die Selbstdisziplin ein … die Kurz-Atemtechnik aus der Yogakunst – ich sollte also wie eine Mumie im Wach zustand diese Disziplinen ausüben …. *niemals *schoss es mir durch den Kopf … meine Nase juckte was nun?… eine kurze Pause wurde eingelegt und ich durfte letztendlich auch Schlucken – es folgten in der gleichen Mumienstellung konkrete Digitalaufnahmen über eine Computer Cam … die von allen Seiten Fotos schoss und etwa eine halbe Stunde in Anspruch nahm  … Ich konnte es nicht fassen – wir haben es geschafft …. der Operateur gratulierte mir zu unserer disziplinierten  Zusammenarbeit … Er zupfte und kniff an meiner Haut und den Füßen herum… OMG ich spürte es deutlich … Klartext: es kam zu keinem Schlaganfall …

Mädchen … sagte der Operateur – es war kein leichter Eingriff … fast zweieinhalb Stunden … mir kamen die Tränen –

Doch ein bedrohlich fast lebensgefährlicher Fehler ist dem DOC unterlaufen – trotz Warnung meinerseits  …

mehr in der nächsten 6. Folge meiner Kliniken Odyssee

 

 

2 Gedanken zu “( 5 ) prekäre Situationen zu – atme … atme und tanz‘ um Dein Leben

  1. Liebe Zuzaly,
    erstmal herzlchen Dank, dass du die Kraft hast über deine Klinik Odyssee zu berichten. Es tut dir sicherlich auch mal sehr gut, wenn du darüber berichten kannst .Das löst auch viele Verkrampfungen in dir und du fühlst dich befreiter. Ich habe deinen Bericht mit großem Intesse gelesen, denn mein verstorbener Mann hat diese Odyssee vor vielen Jahren auch durchmachen müssen. Er hat auch keine normale Narkose, die das Bewusstsein auschaltet, bekommen, sondern das rückenmarksnahe Anästhesieverfahren (Spinalanästhesie und Periduralanästhesie). Das wurde vor vielen Jahren in Rostock in der Herzchirurgie neu bei meinem Mann erstmalig angewendet. Ich habe davon noch eine Kassetten- Aufzeichnung, da dieses Verfahren im regionalen Rostocker TV ausgestrahlt wurde. Nicht erschrecken, mein Mann hat danach noch viele Jahre gelebt, die Ursache seines Todes war eine ganz andere.
    Ich staune nur immer wieder, was alles so für die Menschen möglich gemacht wird, das sie ihr normales Leben weiterführen können.
    Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und Energie und wünsche dir die beste Genesung.
    Herzlichst Piri ❤ ❤ ❤

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