4. Dezember Barbaratag

Heute begehe ich meinen Namenstag mit großem Stolz – Barbara-Zuza

Denn diese Geschichte der Hl. Barbara beeindruckt mich sehr –  ich entdecke einige aparallelen unser beiden Eigenschaften die unser Leben prägten und ihren Idealen treu blieben  … diese Geschichte versetzt mich stets aufs Neue ins fassungslose Staunen – sie war eine glaubens- und willensstarke Frau und ließ sich nicht von ihren Visionen abbringen

Barbarazweige

 

Gedicht zum Barbaratag: Geh in den Garten

Ein bekanntes Gedicht zum Barbaratag stammt von dem Dichter Josef Guggenmoos:

Geh in den Garten am Barbaratag.
Gehe zum kahlen Kirschbaum und sag:

Kurz ist der Tag, grau ist die Zeit.
Der Winter beginnt, der Frühling ist weit.
Doch in drei Wochen, da wird es geschehn:
Wir feiern ein Fest, wie der Frühling so schön.
Baum, ein Zweig gib du mir von dir.
Ist er auch kahl, ich nehm ihn mit mir:

Und er wird blühen in seliger Pracht
mitten im Winter in der heiligen Nacht.

 

die Heilige Barbara …. von Daniella Hutter

Die heilige Barbara ist wohl eine der bekanntesten Heiligen der Geschichte. Dennoch gibt es verschiedene Erzählungen zu ihrem Leben. Zur Heiligen macht sie, wie zumeist die Geschichten der christlichen Kirche, dass sie den Tod einer Märtyrerin starb.

Die Legende erzählt, dass Barbara – selbst bildhübsch – ihre zahlreichen Freier zurückwies. Ihr Vater, ein gewisser Dioscuros, sah das nicht gerade gerne. Er war ein roher Kerl – so will es die Legende – und zudem ein fanatischer Christenhasser. Als er erfuhr, dass sich Barbara regelmäßig heimlich mit einer Gruppe von Christen traf, ließ er einen Turm bauen, um seine Tochter darin einzusperren. Da bekannte Barbara ihrem Vater, sie habe sich taufen lassen. Das war für Dioscuros eindeutig zuviel: Er ließ Barbara brutal martern und schlug ihr schließlich eigenhändig den Kopf ab. Doch die Strafe folgte auf den Fuß: Kaum hatte Dioscuros das Schwert beiseite gelegt, wurde er von einem Blitz erschlagen, heißt es in der Barbara-Legende.


Barbara bildet mit Katharina und Margareta die Gruppe der „drei heiligen Madeln” (Bauernpatroninnen) unter den 14 Nothelfern. Ergänzt um die heilige Dorothea bilden die vier Frauenheiligen die „quattuor virgines capitales”, also die vier besonders heiligen Jungfrauen.

Die Verehrung der Hl. Barbara hat sich weit verbreitet. Weil sie lange in einem Turm in der Finsternis eingesperrt war, wurde sie auch u.a. zur Schutzpatronin der Bergleute, die ihre schwere Arbeit auch zum größten Teil in der Finsternis des Berges verrichten müssen. Sie wird auch besonders bei uns von den Bergleuten heute noch hoch geschätzt und verehrt.

Außerdem gilt sie auch für die „dunkle“ Stunde des Todes als Patronin der Sterbenden. Wer die heilige Barbara anruft, wird nicht ohne Sterbesakramente sterben. Die heilige Barbara war die Garantie für den Eintritt in das himmlische Paradies.


Und welche Geschichte bringt uns nun diese Legende?

Zunächst ist da der Name: „Barbara“ bedeutet „die Fremde“, anders ausgedrückt, die Andersartige, nicht Eingegliederte, die die auf die Menschen fremd wirkt. Als Fremde ist sie zugleich die freie Frau und die unverstandene Frau.

Barbara wird mit oft grünen Gewändern dargestellt. Grün ist die Farbe der göttlichen Schöpferkraft. Der Kelch, mit dem Barbara auch dargestellt wird, erinnert an den Kelch, den ihr der Engel gereicht hat. Der Kelch ist ein altes weibliches Symbol. Die Frau ist die nährende Mutter.

Das Schneiden von Barbarazweigen (Zweige von Obstbäumen) hat eine lange Tradition und reicht bis ins Mittelalter zurück. Der Legende nach soll ein Kirschbaumzweig, den die Heilige Barbara auf Ihrem Weg ins Gefängnis in eine Vase gestellt hat, völlig unerwartet an Ihrem Todestag geblüht haben. Somit sollen der Brauch und das Aufblühen der Knospen Leben, Licht und Freude in die dunkle Jahreszeit bringen – in Gedenken an die Heilige Barbara.

Nach regionalem Volksglauben bringt das Aufblühen der Barbarazweige Glück im kommenden Jahr. Teilweise ist es Brauch, dass die jungen Mädchen jedem einzelnen Zweig den Namen eines Verehrers zuweisen. Der Zweig, der zuerst blüht, soll auf den zukünftigen Bräutigam hinweisen

 

Barbara2

Barbara – Ökumenisches Heiligenlexikon
heiligenlexikon.de

 

Der Überlieferung zufolge lebte Barbara als Tochter eines reichen Kaufmanns im 3. Jahrhundert in Nikomedien in der heutigen Türkei. Anstatt zu heiraten, wollte die junge Frau ihr Leben Christus widmen. Ihr heidnischer Vater war mit ihrem Bekenntnis zum Christentum nicht einverstanden. Trotz seiner teils grausamen Maßnahmen behielt Barbara ihren christlichen Glauben bei. Ihr Vater brachte sie vor Gericht und enthauptete sie schließlich eigenhändig.

Für die Christen ist die heilige Barbara eine Märtyrerin, derer sie jedes Jahr am 4. Dezember, dem Barbaratag, gedenken. Allerdings ist nicht eindeutig belegt, ob die heilige Barbara wirklich gelebt hat.

14 Gedanken zu “4. Dezember Barbaratag

  1. Bei uns hier in Mecklenburg/Vorpommern ist der Barbaratag nicht so bekannt. Ich habe ihn erst hier im Blog kennengelernt. Aber es freut mich, dass du einen interessanten Beitrag dazu gestaltet hast. Habe wieder einiges dazugelernt. Danke. Dir schicke ich herzliche Wünsche zum Namenstag.
    Herzlichst Piri ❤

    Gefällt 1 Person

    1. lieben Dank … liebe Piri 🙂
      das es deinen Horizont erweitert hat …
      ich bin mit diesen Heiligen Traditionen in der Oberpfalz in Amberg aufgewachsen … unser Stundenplan beinhaltete damals noch Religion und reine Mädchenklassen besuchten diese Grundschulen
      herzlichen Dank für die Namenstagswünsche … nehme sie gerne an 😀
      liebe Grüße zum stillen und besinnlichen Abend von Barbara-zuza

      Gefällt mir

  2. Sehr schön und interessant zu lesen liebe Zuzaly.
    In Schlesien, wo auch meine Eltern und Schwiegereltern lebten, ist sie Hl. Barbara die Schutzpatronin der Bergwerkarbeiter.
    Herzlichen Glückwunsch zum Namenstag💖 und vergiss nicht den Barbarazweig ins Wasser zu stellen, damit er Hl. Abend blüht… Wie es ja bei uns auch vielerorts Brauch ist. 😉
    Liebs Grüßle von Hanne 🌟🍀

    Gefällt 1 Person

    1. liebe Hanne 🙂
      Wir haben hier in der Nähe eine Kirsch-Baum-Straße – einen Kilometer nur Kirschbäume …in der Kirschblüte eine Sensation … diese Straße führt zum Marienroder Kloster bei Hildesheim – dort darf man sich einen Kirschzweig abschneiden – ich selbst besitze im Garten keinen 🙂
      es ist schade … aber der Nmenstag hat für viele keine traditionelle Bedeutung mehr . in Polen sind Namenstage wichtiger als Geburtstage – es werden tausende von Blumen verschenkt und dieser Barbaratag wird gefeiert besonders in der Gegend wo Kohle abgebaut wird
      lieben Dank für die Namenstags Grüße ❤
      LG von zuzaly

      Gefällt 1 Person

      1. Das ist doch herrlich, denn hab auch keinen Kirschbaum, aber funktioniert auch mit einigen anderen früh blühenden Zweigen.
        Bei uns in Franken war früher auch der Namenstag wichtiger als der Geburtstag, was sich aber im Laufe der Zeit änderte.
        Macht vielleicht auch Sinn, weil längst größtenteils keine Namen von Heiligen und überhaupt irgendwie kirchliche mehr gegeben werden. Mein Name Hanne wurde auch von meiner damaligen Lehrerin, die eine Nonne war in Johanna ausgetauscht, weil es Hanne oder Hannelore nunmal in der kirchlichen Geschichte nicht gab. 😉
        Also mach dir nichts draus, denn gibt immer auch Schlimmeres🙄💞

        Gefällt 1 Person

      2. ich bin in der Oberpfalz aufgewachsen … da stand noch Religion auf dem Stundenplan … und da wurden die Heilig gesprochenen auch im Unterricht erwähnt – die Klassen waren überwiegend von Mädchen und Buben getrennt …
        Johanna als vollen Namen ausgesprochen finde ich fast noch schöner 🙂

        Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s